Sie sind nicht angemeldet.

Die A3Q-Kalender 2020 sind bestellbar:   HIER KLICKEN

 

Stefan

Experte für Ladungswechsel, technische Verbrennung und Fahrleistungssimulation

  • »Stefan« ist männlich

Beiträge: 1 110

Registrierungsdatum: 11. Februar 2006

Aktuelles Auto: VW Lupo 1.4 16 V wird durch VW Polo Highline 1.5 TSi ersetzt, der gerade gefertigt wird ...

Wohnort: Süddeutschland

Danksagungen: 133 / 3

  • Nachricht senden

21

Samstag, 16. Mai 2020, 09:59

Cetan Booster

Die Cetanzahl gibt an, wie zündwillig ein Dieselkraftstoff unter den Bedingungen des Prüfmotors ist.
Cetan hat CZ = 100
Alphamethylnaphthalin CZ = 0
CZ = 60 bedeutet, das dieser Kraftstoff sich verhält wie 60% Cetan (C16H34) und 40 % Alphamethylnaphthalin. Die Messmethode für die Cetanzahl CZ beruht auf der Messung der Zündverzugszeit im Vergleich zu einer Cetan / Alphamethylnaphthalin Mischung. Je höher die Cetanzahl, desto geringer die Zündverzugszeit. Dieser Cetanbooster wirkt also wie ein früherer Einspritzzeitpunkt der Einspritzpumpe. (Vergleichbar einem früheren Zündzeitpunkt beim Benziner).
Hinweis : manch einer wird noch von früher wissen, was mit einem Vorkammerdiesel passiert wenn man dem Dieselkraftstoff zu viel Benzin beimischt oder gar mit Normalbenzin pur im Dieselmotor gefahren ist …
Positive Auswirkungen können sein:
Frühere Lage des Verbrennungszeitpunkts
Daraus folgt ein etwas höherer Wirkungsgrad, (mehr Drehmoment und ggfs mehr Leistung )
Etwas geringerer Verbrauch, leisere Auspufgeräusche ( - 1 … - 3 dB ), etwas geringere Abgastemperatur
Mögliche negative Auswirkungen :
Erhöhte Kolbenbelastung in Form von Druck und Temperatur durch ggfs zu frühe Schwerpunktlage des Verbrennungsprozesses (zeigt sich in Form höherer Öltemperatur). Schlimmstenfalls kann der Kolben schmelzen und durch in Folge dieser Erhitzung fressen.
Erhöhte Pleul und Hauptlagerbelastung
Also die Ohren spitzen ob das Verbrennungsgeräusch härter wird!
… und wenn der Cetan Booster genutzt wird, nicht mit der Dosierung übertreiben :D
Grüße, Stefan
Drehmoment satt, das Einzige was hilft !
Maserati Coupe GT V8 4244 ccm, 410 PS, 460 Nm, Fächerkrümmer, 6 Gang Handschalter, Nettuno Blu , Leder, ... :rolleyes:

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Paramedic_LU (16.05.2020), bjohag (16.05.2020), Putzteufel (17.05.2020), quattrofever (18.05.2020)

bjohag

Profi

  • »bjohag« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 609

Registrierungsdatum: 26. Juli 2015

Aktuelles Auto: A6 Avant 3.0

Postleitzahl: 57334

Danksagungen: 87 / 18

  • Nachricht senden

22

Sonntag, 17. Mai 2020, 10:04

Ich bekam den Tip, mal an der Tanke Normal-Diesel und Premiumdiesel auf den Fingern zu verreiben. Normal Diesel ist ewig glitschig. Premium Diesel ist nach kurzer Zeit trocken gerieben.


@ Para...

Verständlich, aber warum soll das einen Unterschied machen? Normaldiesel oder Ultimate bleibt ja nur für den einen Verbrennungsvorgang im Zylinder.
Ob der Normale länger "glitschig" bleibt ist doch unrelevant. Es betrifft ja nur einen Verbrennungstakt.
Es wird ja ständig neuer frischer Treibstoff eingespritzt.

Länger Schmierfähig ist bei Scharnieren, Schlössern, sich bewegende Teilen die mit EINER Schmierung lange auskommen müssen notwendig.
Aber bei einem Verbrennungstakt?

Ob der Normaldiesel nun 10 Minuten lang schmieren kann oder der Ultimate nur 1 Minute dazu fähig ist,
ist für meine Augen unwichtig bei laufendem Motor. Nach 0,xxx Sekunden ist alles vorbei.

Weißt was ich meine?

Paramedic_LU

Steuerketten-Querulant

  • »Paramedic_LU« ist männlich

Beiträge: 45 723

Registrierungsdatum: 21. Mai 2004

Aktuelles Auto: Audi A3 3.2

Postleitzahl: 67459

Wohnort: Böhl-Iggelheim

Danksagungen: 2032 / 1127

  • Nachricht senden

23

Sonntag, 17. Mai 2020, 10:16

Es geht hier um die überfette Einspritzung beim Motorstart wenn der Motor kalt ist. Hier ist immer auch ein erhöhter Kraftstoffeintrag ins Öl. Und neuere Spritsorten schmieren definitiv weniger, das ist bekannt. Es wurde über Jahre immer mehr. Der Grund liegt an der Verringerung von schmierenden Zusätzen wie zum Beispiel Schwefel. Das liegt an Umweltgründen, und weil diese Stoffe zu Asche verbrennen.
A3 3.2 quattro mauritiusblau seit 16.9.03
+ AUDI-Werkstuning 8087 seit Juni 2007

[customized] - NWT powered by Custom-Chips (Engineering by Stefan - Powered by Zoran)
VCDS Ross-Tech HEX+CAN USB







Öl-Finder für VW und Audi Fahrzeuge und die Übersicht der derzeit empfehlenswerten Öle und mein Blog Baubericht BK-117 B2 Christoph 53

quattrofever

Erleuchteter

  • »quattrofever« ist männlich

Beiträge: 8 593

Registrierungsdatum: 11. April 2005

Aktuelles Auto: Audi S6 (4G) Avant 4.0 TFSI, Audi TT 3.2 Roadster, Audi A4 (8K) - 3.0 TFSI quattro S-Tronic

Postleitzahl: 92637

Wohnort: Weiden in der Oberpfalz

Danksagungen: 741 / 677

  • Nachricht senden

24

Montag, 18. Mai 2020, 11:41

Bei Einspritzdüsen wird doch auch der Kraftstoff mechanisch unter Druck gesetzt und durchgepresst. Alles was mechanisch ist wird durch den dort vorhandenen Kraftstoff umflossen und bei besser schmierendem Kraftstoff damit weniger belastet, so meine laienhafte Vorstellung zusätzlich vom Kraftstoffeintrag in das Öl.
Audi S6 (4G) Avant - 4,0 TFSI S-Tronic
Audi TT Roadster - 3,2 quattro Handschalter
Audi A4 (8K) - 3.0 TFSI quattro S-Tronic

VCDS Userliste
Meine A3 Gallerie

bjohag

Profi

  • »bjohag« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 609

Registrierungsdatum: 26. Juli 2015

Aktuelles Auto: A6 Avant 3.0

Postleitzahl: 57334

Danksagungen: 87 / 18

  • Nachricht senden

25

Freitag, 22. Mai 2020, 17:00

Was genau möchtest Du denn wissen?

Das Schmierproblem hatte ich bei meinem zu Beginn. Ich dachte, tankst was gutes. Und immer schön Ultimate Diesel oder V-Power Diesel. Die erste Ölanalyse war vom Öl her gut, aber es gab zuviel Kraftstoffeintrag und Ölverdünnung. Darauf angesprochen kam aus Leuna die erleuchtung. Ich wurde gefragt was ich tanke. Und da liegt der Wurm begraben. Die Premium Diesel machen zwar ihre Aufgabe gut, sind aber grob "wie Lösemittel".


Also schafft im Endeffekt eine Mischung aus beiden Treibstoffsorten den Spagat zwischen beiden extremen.

Pures Ultimate nicht optimal und normaler Diesel auch nicht optimal.

Demnach sollte ja 50/50 die saubere Mitte sein als Kompromiss.

Öl kommt bei mir ja sowieso min. 1x jährlich neu. Egal ob 15tkm oder nur 8tkm.